Unter 2 Sekunden — eine Marke, die lange als unerreichbar galt im DTM-Tourenwagensport. Beim Rennen auf dem Red Bull Ring in Spielberg hat die QuantX-Boxencrew das Unmögliche geschafft: 1,97 Sekunden für einen kompletten Reifenwechsel bei Maximilian Hartmanns Boxenstopp in Runde 18.

Perfektion in Zeitlupe

Die Zeitlupenaufnahmen zeigen ein perfekt choreographiertes Ballett. Acht Mechaniker, vier Schlagschrauber, 16 Handgriffe — und nach weniger als zwei Sekunden rollte der QR-25 mit frischen Reifen wieder auf die Strecke. Der vorherige Rekord von 2,14 Sekunden, aufgestellt von Rheinland Racing 2023, wurde damit pulverisiert.

„Wir trainieren diese Abläufe hunderte Male", erklärte Boxencrew-Chef Michael Brandt. „Jeder Handgriff, jede Bewegung ist auf die Millisekunde optimiert. Heute hat alles zusammengepasst."

Technologie als Schlüssel

Neben dem menschlichen Können spielte auch Technologie eine Rolle. QuantX Racing nutzt sensorgestützte Schlagschrauber, die in Echtzeit den Drehmoment überwachen und ein sofortiges Feedback geben, ob die Radmutter korrekt angezogen ist. Zusätzlich werden die Boxenstopps per Video analysiert und mit KI-Unterstützung ausgewertet.

„Der Boxenstopp hat mir heute das Rennen gewonnen. Ich kam direkt vor Sommer auf die Strecke zurück, obwohl er vor mir in die Box gefahren ist. Die Jungs an der Box waren der Wahnsinn." — Maximilian Hartmann

Auswirkung auf das Rennen

Der Rekord-Boxenstopp hatte direkten Einfluss auf das Rennergebnis. Hartmann gewann gegenüber seinem direkten Rivalen Erik Sommer, der gleichzeitig stoppte, über zwei Sekunden — und damit die Position. Hartmann fuhr anschließend zum Sieg, dem fünften der Saison.

Teamchef Hänsel war begeistert: „Das zeigt, dass im Motorsport jede Sekunde zählt. Nicht nur auf der Strecke, sondern auch in der Boxengasse. Unser Boxencrew-Team ist das beste in der DTM."

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