Die DTM-Saison 2024 wird als eine der dramatischsten in die Geschichte eingehen. Maximilian Hartmann holte sich in einem Herzschlag-Finale auf dem Hockenheimring seinen ersten Meistertitel — mit nur drei Punkten Vorsprung auf Erik Sommer von Apex Motorsport.
Ein Kopf-an-Kopf-Rennen
Die gesamte Saison über lieferten sich Hartmann und Sommer ein Duell auf Augenhöhe. Fünf Mal wechselte die Tabellenführung, nie betrug der Abstand mehr als 15 Punkte. Jedes Rennen, jeder Überholvorgang, jeder Boxenstopp konnte den Unterschied machen.
Hartmann gewann sechs Rennen, Sommer fünf. Doch was den Ausschlag gab, war Hartmanns unglaubliche Konstanz: In 16 Rennen fiel er nur einmal aus den Punkterängen — beim turbulenten Massenstart in Zandvoort, als er unverschuldet in einen Unfall verwickelt wurde.
Das Finale am Hockenheimring
Vor dem letzten Rennen führte Hartmann mit acht Punkten. Doch Sommer war im Qualifying schneller und startete von der Pole. Hartmann musste von Platz vier ins Rennen gehen — ein Nachteil, der alles kosten konnte.
Im Rennen selbst zeigte sich Hartmanns mentale Stärke. Statt riskante Überholmanöver zu versuchen, fuhr er ein kontrolliertes Rennen und ließ den QR-24 auf seine Kosten kommen. Als Sommer in Runde 22 einen Verbremser hatte und auf Platz drei zurückfiel, war der Titel praktisch entschieden. Hartmann brachte seinen vierten Platz sicher nach Hause — und wurde Champion.
„Dieser Titel ist der schönste Moment meiner Karriere. Nach vier Jahren harter Arbeit bei QuantX ist der Traum wahr geworden. Ich widme diesen Titel meiner Familie und dem gesamten Team." — Maximilian Hartmann, DTM-Champion 2024
Brenners starkes Rookiejahr
Abseits des Titelkampfs sorgte Lukas Brenner für Furore. Der DTM-Neuling überraschte das Fahrerlager mit drei Podiumsplätzen und wurde Gesamtsiebter. „Lukas hat mehr erreicht, als wir von einem Rookie erwartet hatten", lobte Teamchef Hänsel. „Er hat sich sofort im Spitzenfeld etabliert."
Saisonbilanz 2024
Maximilian Hartmann: 6 Siege, 11 Podien, 4 Poles — DTM-Champion
Lukas Brenner: 0 Siege, 3 Podien, 0 Poles — 7. Gesamtrang
QuantX Racing: 6 Siege in 16 Rennen — Teamchampion